Archiv für April 2008

Die „volksdeutsche Mitte“

Ich las folgendes in einem antifaschistischen Aufruf:

Anschlussfähigkeit an die Mitte – bloß keine Ruhestörung!

Hier zeigt sich aber auch die Anschlussmöglichkeit an die biedere, volksdeutsche Mitte der Gesellschaft.

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1. Mai bleibt links?

Das antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg mobilisiert für den 1. Mai unter dem Motto „1. Mai bleibt Links“ gegen den Naziaufmarsch:

Auch dieses Jahr wollen Faschisten den 1. Mai, den internationalen Kampftag der ArbeiterInnenklasse, für ihre menschenverachtende Propaganda missbrauchen. Die neofaschistische NPD hat einen Aufmarsch in Nürnberg angemeldet, der von der Südstadt bis in die Innenstadt führen soll. Mit dem rassistischen Motto: „Sozial geht nur National!“ versucht die NPD vor den bayerischen Landtagswahlen mit sozialer Demagogie auf Stimmenfang zu gehen. (mehr…)

Schäuble versteht den Staat besser als seine Gegner

Wer behauptet, daß man die Freiheitsrechte gegen den Staat verteidigen muß, hat ein falsches Grundverständnis vom Verfassungsstaat.

Allerdings entscheidet sich Schäuble für den Staat und die Abschaffung der Freiheitsrechte hat die Demokratie in diesem Fall nötig, um den Staat aufrecht zu erhalten. Daran, an der Existenz des Staates, haben die meisten Überwachungsgegner auch ein Interesse, sie wollen den wahren Verfassungstaat, den besseren Staat und die funktionierende Demokratie. Folglich wollen sie die bessere Herrschaft. Mit Staatskritik, einer marxistischen Analyse und der Kritik an der bürgerlichen Rechtsform allgemein haben die Überwachungegner nichts gemein.
Warum aber gerade der Rechtsstaat das Problem ist, das erfahrt ihr unter anderem in diesem Text der Jungen Linken.

Dennoch etwas lobenswertes

Obwohl ich die Veranstaltungsreihe von Bernd Langer zum „revolutionären Antifaschismus“ kritisiere, da es eben so etwas nicht gibt, weise ich auf eine andere Veranstaltung von „Kunst und Kampf“ hin, die ich in ihrer Intention unterstützen kann. Dabei handelt es sich um Stadtrundfahrten zu den Orten der Revolutionskämpfe 1918/20 in Berlin. Das klingt dann doch etwas interessanter, wenn man sich die Geschichte von Leuten anschaut, die wirklich etwas ändern wollten und dies auch versuchten. (mehr…)

Was ist »revolutionärer Antifaschismus«?

Das wird euch der Maler und Antifaschist Bernd Langer erklären wollen. Morgen wird er in der jW-Ladengalerie in Berlin (Torstraße 6) über dieses Thema einen Vortrag halten, so wie in ein paar anderen Städten. Die Termine werde ich weiter unten auflisten. (mehr…)

Fortsetzung zu Lidl

Zwei Artikel auf meinem Blog haben sich jetzt mit der Lidl Aktion am Dienstagnachmittag beschäftigt. Dabei kam es zu Kommentaren von vermeintlichen Lidl Mitarbeitern, die erklären wollten, warum sie zufrieden mit der Geschäftsleitung sind. Der letzte Artikel hat die „positiven“ Dinge bei Lidl mal oberflächlich kommentiert. Wie klug so eine Aktion ist, überlasse ich erst mal jedem selbst zu beurteilen. Zum anderen gibt es ja auch Leute, die unzufrieden sind. Das ist erst mal ein ausreichendes Argument gegen diese Aktion.
Viel eher will ich mich jetzt damit beschäftigen, wie diese Leute zu diesem Irrglauben kommen, zufrieden zu sein. Ein Argument war, dass es bei anderen Filialen ja auch nicht besser ausschaut, gar noch schlimmer. Dass das nicht als Argument taugt, dass es einem folglich gut geht, muss an dieser Stelle nicht weiter ausformuliert werden. Dieses „zufriedene“ Bewusstsein ist eine Folge der Ideologie bzw. der (falschern) Auffassung, wenn es meinem Chef gut geht/besser geht, dann wird es mir folglich auch besser gehen. Das entnimmt man daraus, dass die Angestellten zwar von dieser „Bespitzelung“ wissen, aber es nicht als wirklich „schlimm“ empfinden. Warum nicht? (mehr…)

Die Botschaft der Lidl-Mitarbeiter

Auf der Homepage der zufriedenen Angestellten bei Lidl, findet sich eine „Botschaft“, die sie auf ihren Aktionen vermitteln wollen. Schauen wir uns das mal an:

Seid ihr es auch satt, euch immer wieder und wieder für euren Arbeitgeber rechtfertigen zu müssen?

Wer verlangt denn, dass man sich für seinen Arbeitgeber rechtfertigt? Es müsste doch eher noch umgekehrt sein, dass der Arbeitgeber sich für die „Bespitzelung“ rechtfertigen müsste. Das haben doch nicht die Angestellten zu verantworten. Wie kommt man denn überhaupt auf so eine Idee? (mehr…)

Die Antifa ist sich dessen bewusst

Die Antifa ist sich in folgendem Aufruf mal über ihre eigenen Mängel und Fehler bewusst:

Wir müssen euch nicht erklären, warum FaschistInnen scheiße sind. Wir müssen euch nicht erklären, weshalb es zu jeder Zeit, an jedem Ort notwendig ist, sich dem rechten Treiben entgegen zustellen. Wir müssen euch auch nicht klar machen, warum Nazi-Aufmärsche, wie jener von Tony Gentsch (Kameradschaftsbund Hochfranken) angemeldeten, am 14. Juni in Marktheidenfeld (Main-Spessart) unter allen Umständen verhindert werden müssen. Ihr kennt die menschenverachtende Ideologie der (Neo-)Nazis! Ihr kennt das Schicksal derjenigen Menschen, die aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer sexuellen Ausrichtung oder ihres Glaubens (etc.), jeden Tag zu spüren bekommen, dass sie bei vielen Menschen als minderwertig gelten. Ihr kennt den alltäglichen braunen Terror auf den Straßen, der sich blutig gegen all Jene richtet, die nicht in das eindimensionale, rechte Weltbild von Volk und Nation passen!

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Die Linkspartei wählt neuen Lieblingsnationalisten

Kehrtwende bei den Linken: Fraktionschef Gysi stimmt neue Töne gegenüber Israel an. Statt einseitiger Bekenntnisse zum „Befreiungskampf des palästinensischen Volkes“ fordert er jetzt in einer Rede „Solidarität mit Israel“ – und warnt vor linkem Antizionismus.

Die Israelsolidarität gehört sogar laut Gysi zum „deutschen Staatsräson“. Vielleicht trifft man die Linkspartei in Zukunft auch nur noch mit USA und Israel Fahnen. Dann werden sie vielleicht auch endlich mal als demokratische Partei anerkannt. (mehr…)

Erfreuliches von der KVV

Sehr geehrter Herr XXX,

mittlerweile hat der Karlsruher Verkehrsbund fast 70.000 Kunden, die mit einer ScoolCard die Bahnen und Busse des Verbundes nutzen. Ab dem neuen Schuljahr 2008/2009 bieten wir die ScoolCard im handlichen Scheckkartenformat in Form einer Kunststoff-Karte mit Lichtbild an. Das erleichtert den ScoolCard-Besitzern die Nutzung der Karte, fällt doch das Umstecken des entsprechenden Papierabschnitts zu jedem Monatswechsel einfach weg. Unsere Fahrkartenprüfer können diese neue ScoolCard zudem schneller und zuverlässiger auf ihre Gültigkeit untersuchen. Das erschwert den Missbrauch der Kunststoff-Karte, so dass wir Ihnen bei Verlust der ScoolCard künftig problemlos eine Ersatzkarte ausstellen können. […]

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