Archiv für Dezember 2008

Vorsätze und was ich dieses Jahr noch loswerden wollte

Weil das ja gerade fast alle Blogger machen, irgendetwas vor Neujahr zu schreiben, mache ich das jetzt auch mal.

Vorsätze für’s neue Jahr sind ja eigentlich etwas albern, da das alles Dinge sind, wie zum Beispiel mit dem Rauchen aufhören, mit denen man an jedem x-beliebigen Tag hätte beginnen können. Da das aber oftmals nicht leicht fällt oder man, was andere Sachen betrifft, einfach zeitlich nicht dazu kommt, ist das vielleicht doch nicht ganz so verkehrt. Immerhin weiß man dann, bzw. erinnert sich daran, was man noch vor hat. Und da gibt es einiges: So starte ich gleich im Januar mit einem Kapital-Lesekreis. Weiter habe ich mir vorgenommen mal wieder etwas mehr zu lesen, weil ich doch oft merke, dass ich mich über bestimmte Themen, die öfters in Diskussionen auftauchen, noch zu wenig auskenne. Währenddessen ich zwar viel mit Internetdiskussionen in anderen Foren zu tun habe, gibt es da auch im „Real Life“ viel zu tun. Neben der politischen Arbeit dort auch Arbeit, die sich für andere nur nicht für mich lohnen soll. Deshalb ist mein Blog hier auch nicht so aktiv und es kommen wenn dann auch öfters nur kürzere Beiträge. Da hatte ich mir vor einigen Monaten noch vorgenommen einige Beiträge zu schreiben, es fehlt aber in letzter Zeit immer wieder an der Motivation. Im „Arbeitsleben“ geht man oft daran zu Grunde, wenn man oft nicht weiß, was man letztendlich in seiner Freizeit so tun soll. Da hatte ich vorgestern eine nervige Diskussion mit einem Freund, der all meine Kritik an Arbeit als nervigen Tagesabschnitt teilte, aber fragte, was man denn dann mit all der „Freizeit“ soll. Weil ich ihm keine genauen Angaben gemacht habe außer dass man diese Zeit eben nutzen soll mit was immer man will, nahm er diese Antwort als Argument dafür, dass man ohne genauen Pläne ja wohl schlecht für mehr Freizeit sein kann. Dabei ist Freizeit doch eh schon eine seltsame Kategorie, da diese immer die Abwesenheit vom Arbeitsplatz darstellt, also ohne die Arbeit gar nicht sein kann. Schlichtweg ist sie hier dazu da, dass man sich nach der Arbeit wieder reproduziert. Der Zweck hier zu leben ist es nicht, dass man Arbeit als notwendiges Übel begreift, das eben auf die notwendigste durchschnittliche Arbeitszeit zu reduzieren ist, sondern dass Arbeit Mittel zum Gelderwerb ist und weiter Quelle des Reichtums anderer. Arbeit findet nicht statt, um Dinge zu produzieren, die man brauch, sondern dass diese Dinge nach ihrem Verkauf auch Profit abwerfen. Dafür ist Arbeit erst mal da. Und dann auch nur, wenn sie sich rentiert. Um so länger man dann aber arbeitet, um so weniger Zeit hat man danach sich zu reproduzieren. So viel Zeit soll aber auch gar nicht bleiben, weil das ja auch nicht der Zweck ist, Reproduktion heißt nur so viel, dass man am nächsten Tag wieder in der Lage ist zu arbeiten, worauf es viel mehr ankommt. Und deshalb kommt die „Freizeit“ auch immer zu kurz. Deshalb weiß man oft nicht, was man machen soll, wenn man nicht arbeitet, im Bewusstsein, dass die Zeit immer zu knapp ist, weil man morgen wieder früh raus muss. Da kann man dann nach Feierabend eben natürlich keine Bootsfahrt mehr unternehmen, sondern muss sich die für den Urlaub aufheben, wo man ausnahmsweise mal etwas mehr Zeit bekommt. Als Kommunist steht man dann vor einem doppelten Problem: Tut man Dinge, die einem Spaß machen oder tut man etwas zum Zweck seiner Befreiung, was bedeuten kann, dass man sich Wissen über Funktionieren des Kapitalismus aneignet oder Leute für dessen Abschaffung agitiert, was ersteres voraussetzt. Vor der Frage stand ich immer in den letzten Monaten. Da habe ich mir viel vorgenommen auf meinem Blog zu schreiben. Da sammeln sich ein paar Zeitungsartikel und oft war mir der Aufwand doch zu groß und ich habe dann doch lieber einen Text gelesen oder etwas ganz anderes: sich einfach irgendwie abgelenkt.

Zum Beispiel so:

Ein Videotip


Louis und Herr Müller

und ein Musiktip


NTM – Thats my people

Guten Rutsch!

Drittgrößter Russe…

Stalin, hurra!

Freude bei Krieg

Wenn einem wie lipstickisrael die Weihnachtszeit so nervt, dann kommt ein Krieg wie dieser einem natürlich sehr recht. Ist halt schon ne coole Sache. Wenn einem langweilig ist, dann kann man sich ja nur über Kriegsbilder freuen.

Im Downloadbereich wurde ein neuer 4-seitiger Text der AG Soziale Kämpfe aus Karlsruhe hochgeladen.

„Heftigen Widerspruch [bei einer Veranstaltung mit Joachim Bischoff von der hamburger Linksfraktion] legte ein ehemaliger Manager ein: Jetzt gelte es, den Konzepten von Karl Marx zu folgen und den Kapitalismus abzuschaffen.“

Endlich sagt es jemand.

(aus jW vom 4.12.08)

Mein Kontaktformular auf meinem Blog hat bisher nicht funktioniert. Ich habe das jetzt richtig eingestellt. Falls jemand die letzten paar Monate eine Mail geschrieben hat, dann hat diese mich nicht erreicht. Sorry, aber jetzt müsste es gehen.