Archiv für März 2009

Killerspiele 2.0

Killerspiel
Der Mörder Althaus hat daheim fleißig geübt.

Lohn, Arbeitslosigkeit und Lohnkampf

Ich habe mal wieder in den Vortrag „Was von Marx zu lernen wäre“ von Peter Decker reingehört. Da bin ich zufällig auf eine Stelle gestoßen, die ich sehr nützlich fande für Diskussionen, die ich mit manchen Genossen hier öfters habe. Es geht im ersten Teil darum, wie Arbeitslosigkeit den Lohn drückt auf die Frage, warum es Arbeitslosigkeit gibt. Und direkt darauf geht es um das Verhältnis von Lohnkämpfen.
Laut dem Datum in meiner Audiodatei müsste es sich um den Vortrag handeln, der in Berlin am 25.10.07 gehalten wurde. Einen Downloadlink habe ich nicht mehr gefunden.

Peter Decker:
Man muss da bloß die Reihenfolge einhalten. Die Unternehmer entlassen die Menschen nicht, damit es hinterher Arbeitslose gibt. Die Unternehmer entlassen die Leute, weil sie ihre eigene Lohnsumme reduzieren wollen. Und wenn das hinterher für gar nichts gut ist, dann haben die immerhin noch ihre Lohnsumme reduziert. (mehr…)

Erfurt, Emsdetten, Winnenden und kein Ende?

Auf der Startseite vom VSA-Verlag aus Hamburg:

Erfurt, Emsdetten, Winnenden und kein Ende?
Thomas Steinfeld schreibt in seinem Beitrag „Der Normalität gefährlich nahe“ in der Süddeutschen Zeitung vom 12.3.2009 über den Amoklauf von Winnenden und seine schrecklichen Folgen: „Der eigene – tatsächliche oder auch nur vermeintliche – Misserfolg wird als fundamentale Verletzung des Selbstwertgefühls empfunden. Das aber ist alles andere als ungewöhnlich: Denn der Glaube, der Schlüssel zum Erfolg liege in einem selber und dabei nicht zuletzt im eigenen Selbstbewusstsein begraben, gehört zur psychischen Grundausstattung unserer Gesellschaft.“ Freerk Huisken kommt in seinem 2007 veröffentlichten Buch „Über die Unregierbarkeit des Schulvolks“ zu ähnlichen Einschätzungen: „Erfurt, Emsdetten… – der nächste Amoklauf kommt bestimmt. Über Konkurrenzverlierer und Selbstbewusstseinskult, über verletzte Ehre und demonstrative Rache“. Seine nicht nur auf die „psychische Grundausstattung unserer Gesellschaft“ zielende Analyse könnte dazu beitragen zu verstehen, warum die erneut „bestürzte Öffentlichkeit wehklagt, dass das mit der ‚Ehre‘ so nicht gemeint“ sei, weil sie aus Erfurt und Emsdetten die falschen oder gar keine Schlussfolgerungen gezogen hat.