Archiv für September 2010

3 x Huisken zu Sarrazin

1. Die unselige Sarrazin-Debatte

2. Die Sache mit dem Dummheits-Gen, der Plan von Sarrazin zur Rettung wertvoller deutscher Volkssubstanz und warum Politiker ihn nicht kritisieren können

3. Thilo Sarrazin und seine Kritiker (Vortrag)
Eine Debatte über deutsche Bevölkerungspolitik: dumm und gemein
Und was ist und macht deutsche Bevölkerungspolitik?

Außerdem, aus dem GegenStandpunkt 4-09 zu dem letzten von Sarrazin ausgelösten „Skandal“:
Thilo Sarrazin fordert ein gescheites Volk für den deutschen Staat

Die Kunst der Agitation

Beispiel:
Das Thema G8 in den Schulen…
Was wirkt einladender ?
Ein Flyer der vollgepackt mit Text ist, der dir das ganze vermitteln soll & wieso es schlecht ist.
oder…
Ein Flyer welcher so gelayoutet wurde das man z.B. einen Strand nimmt davor 2 Kästchen alà:

[ ] G 8
[x] Nen schönes Leben

Ich war vor kurzem bei uns in der Stadt am Marktplatz agitieren. Ich hatte Flugblätter verteilt. Haufenweise Jungs hätten mich dabei beinahe umgerannt. So wild waren sie meinen Flyern hinterher. Wir mussten nicht mal reden, keine Überzeugungsarbeit leisten damit sie sich das Flugblatt ansahen und mitnehmen. Es war eine sehr erfolgreiche Aktion. Das kommt davon, dass wir aus unseren Fehlern gelernt haben. Jeder muss eben mal seine Erfahrung machen, nicht jede Agitation sitzt von Anfang an. Damals hatten wir uns Mühe gegeben lange Texte zu schreiben, um den Proleten ihre Lage zu erklären und warum sie gegen diese ankämpfen müssen. Die Mühe ihnen unsere Flugis zu erklären, mussten wir uns nicht mal machen, da sie unser Zeug mit so viel Text gar nicht antun wollten und gingen an uns vorbei. Und wir dachten die hätten gerade auf unsere Propaganda gewartet! Also überlegten wir woran unsere Agitation scheiterte und wussten sofort: Man darf die Arbeiter nicht mit zu viel Text abschrecken, man muss sie so nehmen wie sie sind und als solche ansprechen. Wir erfuhren schnell worauf die lesefaulen aber fleißigen Werktätigen scharf waren und bedienten ihre vorgefunden Bedürfnisse – was der Kommunismus sich ja zum Ziel setzt! Heute haben wir eben farbige Flyer mit wenig Text, dafür aber große Bilder mit leicht bekleideten – oder manche so wie Gott sie schuf – Arbeitermädels. Die Augen des Proletariats werden somit auch nicht überfordert, wenn sie sich zwischen Zeilen hin und her bewegen müssen, sondern es genügt wenn auf zwei große direkt nebeneinander liegende Dinger geschaut werden kann. Das freut das Proletariat – und wenn es sich freut, wir freuen uns auch! So war unser Problem gelöst: wir wurden unsere Flyer los und druckten sie nicht wie in früheren Zeiten für den Papierkorb. Es hat auch etwas befreiendes: Man versklavt die Arbeiter nicht mehr mit dem Anblick schwarz-weißen Din-A-4s und Erinnerungen daran wie grau auch ihr Leben ist, sondern bringt sie an einen anderen Ort, der sie wegführt von der harten Arbeit – an einen Strand. Der Kampf geht weiter, Genossen!