Archiv der Kategorie 'Scheiß Demokraten'

„Das ist Demokratie!“

Nein, wir sind nicht die Ukraine. Hier werden nicht die Leute aus Sendungen gewaltsam rausgeworfen. Es wurde Verständnis geäußert, dass der Student bei Jauch unzufrieden damit ist, dass nicht über das diskutiert wurde, worüber er wollte. Deswegen soll man ihn nicht aus der Sendung werfen, aber mitdiskutieren können soll er auch nicht und selbst Verständnis dafür haben, dass seine Interessen nicht berücksichtigt werden können. Demokratie braucht keine Gewalt, es sei denn man lässt sich diese Tour gar nicht gefallen, wenn auf diese scheinbar friedliche Weise Interessen, Wünsche, Meinungen zurückgewiesen werden. Meinungsfreiheit ist und bleibt, wenn man es bei Meinungen, also nicht realisierten Interessen belässt. Bravo, Herr Jauch.

Ein alter Schlagzeuger hätte das sicherlich als „scheiß liberale Sendung“ bezeichnet:

Neue Ausschnitte vom konkret-Kongress (Held vs. Antideutsche Dichter)

„In Memoriam Karl Held, † 9. Oktober 2010, „Vordenker der Marxistischen Gruppe, welche eine Kritik an kapitalistischer Gesellschaft und demokratischer Staatsmacht propagierte, die von sonstigen sozialistischen Ansichten radikal abweicht“ (Wikipedia), auf dem Konkret-Kongress 1993.

Die Vortragenden auf dem Podium sind von links nach recht Wolfgang Pohrt (ehemals Vordenker der Antideutschen), Hermann Gremliza (Herausgeber Konkret), Sahra Wagenknecht (PDS), Thomas Ebermann (ehemals KB, Die Grünen) Karl Held (Chefredakteur GegenStandpunkt), Georg Fülberth (DKP).“


Teil 1


Teil 2 (mehr…)

3 x Huisken zu Sarrazin

1. Die unselige Sarrazin-Debatte

2. Die Sache mit dem Dummheits-Gen, der Plan von Sarrazin zur Rettung wertvoller deutscher Volkssubstanz und warum Politiker ihn nicht kritisieren können

3. Thilo Sarrazin und seine Kritiker (Vortrag)
Eine Debatte über deutsche Bevölkerungspolitik: dumm und gemein
Und was ist und macht deutsche Bevölkerungspolitik?

Außerdem, aus dem GegenStandpunkt 4-09 zu dem letzten von Sarrazin ausgelösten „Skandal“:
Thilo Sarrazin fordert ein gescheites Volk für den deutschen Staat

Planwirtschaft. Marktwirtshaft. Flexibilität.

Irgendwo im Netz:

Ich hab letztens mit meiner Lehrerin über Planwirtschaft diskutiert Sie sagt durch mangelnde Flexibilität sei das system zum scheitern verdammt .Seh ich jetzt nich ganz so aber fakt ist ja das sich die interessen der Nachfrage fast wöchentlich ändern wie soll man mit einem 4-jahresplan auf soetwas reagiern bzw wie stehts mit der Veränderlichkeit /der Flexibillität der Planwirtschaft ist diese auf Jahrelange Planung angewiesen oder wär es möglich kurzfristiger zu agiern?


und eine Antwort:

Was ist in der Planwirtschaft bzw. im Kommunismus eigtl. eine Krise? Wahrscheinlich, wenn der materielle Reichtum, der die Leute versorgen soll, nicht zustande kommt. Das ist schlecht, da kann man nichts machen außer eben schauen wie man die Bedürfnisse genauer ermittelt oder die Produktion für diese besser plant, umsetzt usw. Es hängt eben davon ab, was der Grund war, dass der materielle Reichtum nicht zustande kam.

Wie sieht eine Krise in „der besten aller Welten“, der Marktwirtschaft, aus? An dem materiellen Reichtum liegt es nicht. Butterberge, Milchseen, tausende Autos auf Halde – das alles gibt es nicht nur in Zeiten guter Kapitalakkumulation, nein, das alles gibt es auch in der Krise; und zwar nicht, weil all diese Produkte niemand will, sondern weil sie sich als Waren einfach niemand (mehr) leisten kann. (mehr…)

Freerk Huisken zu Meinungsfreiheit

Im September 09 gab es in Bremen eine Podiumsdiskussion zum Thema „Meinungsfreit in der politischen Bildung“ von der Georg-Elser-Initiative Bremen e.V. Einen Mitschnitt gab es soweit ich weiß nicht von der Veranstaltung, zufällig bin ich aber gerade auf seinen dort veröffentlichten Beitrag (als PDF) gestoßen, auf den bisher noch nicht hingewiesen wurde: (mehr…)

BILD lobt Studenten – und das ist nicht gut

bild.de:

Sind die Studenten von heute so radikal wie die 68er?
Nein. Damals gingen die Studenten auf die Straße, weil sie mit den politischen Verhältnissen im Allgemeinen unzufrieden waren – etwa mit der mangelnden Aufarbeitung des Nazi-Regimes. Die heutigen Proteste richten sich nicht gegen die Gesellschaft insgesamt. Die Forderungen der Studenten beschränken sich auf die Bildungspolitik.“

Und das ist schlecht. Nicht bloß schlecht, weil nicht gegen die Gesellschaft insgesamt, sondern weil man die absurde Trennung aufmacht zwischen Bildungspolitik und Finanzpolitik, Beschäftigungspolitik und der Politik bis zum Hindukusch. Nicht schlecht deshalb, weil man Mitleid mit den Leuten haben sollte, die an anderen Stellen den Schaden haben von dieser scheiß Politik, sondern weil tatsächlich so getan wird, dass – neben dem ganzen Scheiß, der anderswo läuft – es doch möglich wäre eine Politik zu machen, die ein besseres Bildungssystem hervorbringt an Schulen und Hochschulen, die den Bewohnern dieser „Lernfabriken“ ein angenehmeres Dasein ermöglicht. Die durchaus verständliche Unzufriedenheit mit den Bildungsreformen fragt sich gar nicht welcher Sorte Politik, die doch gerade ihr Interesse an einer solchen Herrichtung des Studiensystems hat, sich diese Unzufriedenheit verdankt.

Ein besseres Bildungssystem wäre möglich, da angeblich das Geld dafür da wäre. Wenn es aber so ist, dass das Geld zwar da ist, die Politik aber ganz andere Zwecke damit vorhat? Wenn doch die Politik gerade durch die Reformen verdeutlicht, dass es ihr Interesse ist an der Ressource Bildung zu sparen und versucht sie für ihre Zwecke zu effektivieren? Wenn sie lieber Banken rettet und Krieg führt – was ist dann? Dann hat offenbar die Bildung nicht so einen Stellenwert, wie es sich viele streikende Studierende denken. Schlimmer: Dann dient die Ressource Bildung vielleicht auch einem ganz anderen Zweck, wenn sie dem Staat zu teuer, zu uneffektiv ist und ihm das Studium insgesamt zu lange dauert. Dann hält er umgekehrt daran fest, dass sie eben billig und effektiv sein muss und dass Studenten ihre Leistungen in viel knapperer Zeit zu vollbringen haben. Wozu? Nicht damit die Studenten ein angenehmes Studium haben, sondern dass ihr Studium den „Qualitätsansprüchen der Bildungsrepublik Deutschland gerecht wird“ (Wortlaut der besetzenden Studierenden in Karlsruhe). Die Ressource Bildung soll für Deutschland ihren Beitrag für den Wettstreit in der internationalen Konkurrenz beitragen, die Nation und die Wirtschaft voranbringen. Und sonst nichts.

Diese Frage, was es eigentlich mit dem Scheiß auf sich hat, warum der Staat der „armen Bildung“ so etwas antut, wird seitens der meisten Studierenden – leider – nicht gestellt. Solche Positionen – egal wie gut oder wie schlecht begründet –, die ein bisschen über das Bildungsthema hinausgehen, den Anspruch haben Zusammenhänge zu erklären, sind in den besetzten Hörsälen in Karlsruhe unerwünscht. Sie werden rausgeekelt.

Das ist nicht gut. Weil die Forderungen, die in den Hörsälen an den Tafeln stehen, den Studenten das Leben nicht einfacher macht. Das ist ihr Pech. Denn sie erfahren gerade, was es heißt die Rolle der „Ressource Bildung“ zu spielen.

Freerk Huisken – Dienst am Deutschtum

Anlässlich der Debatten über Sarrazin und Integration, ein Text (jetzt.de, süddeutsche) von Freerk Huisken:

Fragt man den Fremdwörterduden, was Integration sei, bekommt man die Antwort: „Eingliederung in ein größeres Ganzes.“ Ob die Eingliederung aktivisch oder passivisch zu vollziehen ist, bleibt im Lexikon offen. Ayten Kilicarslan vom Vorstand des Türkisch-Islamischen Verbands Ditib legt sich dagegen fest: „Integration bedeutet, dass man sich in einer Gesellschaft wohl fühlt“, erklärte sie in der Debatte, die sich an den Äußerungen Thilo Sarrazins zum Verhalten von „Türken und Arabern“ in Deutschland entzündet hatte. Dabei ist gerade diese Gefühlslage „unserer ausländischen Mitbewohner“ der allgegenwärtige und von Frank Plasberg in „hart aber fair“ eindeutig ins Bild gesetzte Stein des Anstoßes: Straßenzüge in Duisburg oder Berlin-Kreuzberg mit türkischen oder arabischen Reisebüros, Gemüseläden, Apotheken und Rechtsanwälten, Wohngebiete also, in denen sich Menschen aus türkischem oder arabischem Sprach- und Kulturraum in etwa „wie zu Hause“, mithin nicht eben drangsaliert fühlen. (mehr…)

Wahlkampf at its best: „Verknallt in Steinmeier“


„Weißes Haar und Silberblick – da macht es bei mir gleich Click“

Eigentlich muss man sich über sowas nicht so sehr wundern: Als wäre der sonstige Wahlkampf nichts anderes als die Pflege des Personenkults und der Frage, welcher Politiker am meisten Führungsstärke zeigt, die „neue Kraft im Land“ und der „Kandidat der Welt“ ist. Am Ende sogar ein Politiker zum Verlieben. Da kann der Rest der Politikermannschaft eben nur zu „feminin“ (gemeint war Westerwelle) oder zu schwach sein. Und es ist ja so: Womit die meisten Politiker im Land antreten, unterscheidet sich bei ihnen nicht all zu viel: Da geht’s um Deutschland und Arbeitsplätze, alles, was eben „unser“ Land voranbringen soll und eben um das „wie“. Und da ist bei den Wählern eben wirklich nur die Frage, wer Stärke beweist – leider nicht aber die Frage wie sie bei der ganzen Scheiße vorkommen; ihre Interessen haben sie von der Politik abhängig gemacht, immer wieder ihre Interessen an mehr Bedingungen, die die Politik schaffen soll, knüpfen lassen und nie gemerkt in welchem Gegensatz zu der ganzen Scheiße sich ihre Interessen befinden, die mit Deutschland vorangebracht werden sollen.

Anerkennung für gute Arbeit und die Gefahr der „politischen Klassenspaltung“

Manche Leute haben einfach mehr miteinander gemein als ihnen lieb ist:

Was Arbeiter vorallem brauchen: Anerkennung

Steinmeier
2009: Steinmeier respektiert gute Arbeit

Hitler
33: Hitler lobt Siemensarbeiter (mehr…)

Beweg dein Arsch – Spreng die Wahl


Studentenrapper reduzieren ihren gesamten Materialismus auf ein Wahlkreuz herunter

Edit: Da ich keine Lust habe das weiter zu kommentieren, hier ein paar Argumente, was es mit der Wahl auf sich hat.