Archiv der Kategorie 'Veranstaltungshinweise'

Vorträge: in Stuttgart zu Amokläufen (Huisken), Karlsruhe zu Gewerkschaft heute (Wentzke)

Vortrag:
Amokläufe in Erfurt, Emsdetten und Winnenden:
Die Schule ist nicht die Lösung, sondern Teil des Problems!

Termin: Mo, 03.05.2010; 19 Uhr
Ort: Stuttgart, Heidehofstraße 49/50, Evangelisches Heidehof-Gymnasium, Aula
Referent: Prof. Freerk Husiken (Uni Bremen)

via, Website von Freerk Huisken geht gerade nicht (von dort hatte ich ursprünglich den Termin), Flyer
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Gewerkschaft heute
Referent: Dr. Theo Wentzke, GEGENSTANDPUNKT-Verlag
Wann: Dienstag, 4. Mai, 19.30 Uhr
Wo: Karlsruhe, Planwirtschaft, Werderstr. 28

via

20.01.10, Buchvorstellung mit Renate Dillman

Der Kapitallesekreis Karlsruhe lädt zu folgender Veranstaltung ein:

China

Mehr Infos hier. Auch in Tübingen (19.01.) und Stuttgart (21.01.).

„Warum wir ein Bildungssystem haben, dass zu unserer Gesellschaft passt.“ – Ein Schulstreikbündnis aus Reutlingen stellt die richtigen Fragen. Workshop am 19.11., mehr Infos hier auf Indymedia.

16.11.09 | Wie und wozu der Staat das Bildungssystem organisiert

Im Zusammenhang der Bildungsaktionswochen im November findet während der Veranstaltungsreihe des Aktion Bildungsprotest Karlsruhe (weitere Termine der Reihe auf deren Blog) folgender Vortrag statt:

Wie und wozu der Staat das Bildungssystem organisiert

Referent: Dr. Theo Wentzke (Redaktion GegenStandpunkt)

Wann: Montag, 16. November, 19.00 Uhr
Wo: Karlsruhe, Planwirtschaft, Werderstr. 28

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Mit fortlaufenden Bildungsreformen kritisiert der Staat sein Ausbildungs- und Hochschulwesen. Zu lange, zu teuer, zu ineffektiv ist die Ausbildung für den Erfolg von Unternehmen und Nation. Schüler und Studenten dürfen mit verkürzter Ausbildungsdauer, erhöhtem Leistungsdruck und happigen Studiengebühren dazu beitragen, dass die „Ressource“ Bildung mehr für die internationale Konkurrenzfähigkeit Deutschlands leistet.

Wenn und solange also Bildung als „unser einziger Rohstoff“ auf allen Ebenen der gesellschaftlichen Hierarchie vom Azubi bis zur Molekularbiologin zu nichts anderem als der Durchsetzung im „Wettstreit“ der Nationen ihren Beitrag leisten soll, ist sie nicht zu „Nutz und Frommen“ der bildungsbeflissenen Jugend da, sondern umgekehrt, diese für die Belange von Wirtschaft und Nation.

Flyer

21.09.09 | Karlsruhe| Was leistet die demokratische Wahl?

Anlässlich der Bundestagswahl 2009 lädt der Kapital-Lesekreis Karlsruhe zu folgender Diskussion ein:

Was leistet die demokratische Wahl?

Wann: Montag, 21.September, 19.00 Uhr
Wo: Karlsruhe, Planwirtschaft, Werderstr. 28

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Auf der Internet-Seite des Deutschen Bundestages (http://www.bundestag.de/btg_wahl) ist folgendes zu lesen:

„Ohne Wahlen keine Demokratie
Stimmenthaltung schwächt die Legitimation der Regierung
Wahlen und Demokratie hängen eng zusammen. Mehr noch: Ohne regelmäßige Wahlen gibt es keine Demokratie. Denn in allgemeiner, unmittelbarer, freier, geheimer und gleicher Wahl entscheiden wir Bürger, welche Personen und Parteien die Macht bekommen sollen.“

Die Leistung der demokratischen Wahl besteht demnach darin, per Wahlvotum einer Politikermannschaft die Macht über die Wähler zu verschaffen. Ist Macht nicht Herrschaft? Heißt das dann, die Beherrschten wählen sich ihre Herrschaft selbst?

Manche Wahlberechtigte nehmen an der Wahl nicht teil. Das ist einerseits ihr Recht, andererseits ziehen sie sich damit den Unmut der Politiker wie der Wähler zu. Anlässlich der geringen Wahlbeteiligung zur Europawahl wurde sogar über eine Wahlpflicht nachgedacht. Stellt sich die Frage: Wie passen Wahl-Recht und Wahl-Pflicht zusammen?

Der Nutzen der Wahl soll darin bestehen, dass die Wähler auf dem Wege der Wahl, also durch die Ermächtigung der Politiker quasi im Gegenzug ihre Interessen bei den zur Macht berufenen anmelden können. Die Beherrschten sagen also den Herrschenden, wie sie von ihnen beherrscht werden wollen?

Die Anmeldung der Interessen der Wähler soll durch ein Kreuz auf der Liste der zur Wahl stehenden Parteien erfolgen. Was sagt so ein Kreuz eigentlich alles aus, welche Interessen hat der jeweilige Wähler damit vorgetragen? Oder andersherum: Wie kriegen die Politiker aus den Wahlprozenten heraus, welche Forderungen die Wähler an die Politiker stellen?

So wichtig scheint das mit den Wählerinteressen andererseits gar nicht zu sein, denn die Abgeordneten haben ein freies Mandat, d.h. sie sind nur „ihrem Gewissen“, soll heißen ihren Vorstellungen von den Inhalten der Machtausübung verpflichtet. Sie müssen also nicht darauf warten, dass die Wähler ihnen sagen, was zu tun wäre. Woher wissen die dann eigentlich, welche „für das Volk die richtigen Entscheidungen“ sind, die sie zu treffen haben?

Um diese und andere Widersprüche der demokratischen Wahl soll es bei der Diskussion gehen. Dabei sollte auch zur Sprache kommen, wie Politikverdrossenheit oder das Wählen alternativer Parteien wie DIE LINKE diese Widersprüche nur fortsetzen statt sie zu beseitigen.

- Ankündigungstext als PDF

Veranstaltungstipp für Stuttgart

In Stuttgart gibt es derzeit eine symphatische Anti-Wahl Kampagne: „Haben wir eine Wahl?“

Dabei sind neben Infoständen in der Stadt auch mehrere Vorträge geplant:

Donnerstag, 17. September 19.30 Uhr
Vortrag von Dr. Theo Wentzke (Gegenstandpunkt) – „Wählen ist verkehrt“
Ort: Altes Feuerwehrhaus Stuttgart

Dienstag, 22. September 19.30 Uhr
Vortrag von Prof. Dr Freerk Huisken (Uni Bremen) – „Demokratie: Wertesystem, Volksherrschaft oder Herrschaftssystem der kapitalistischen Klassengesellschaft?“Ankündigungstext lesen
Ort: K1 (Uni Stadtmitte), Keplerstraße 11 – Hörsaal 11.11

Donnerstag, 24. September 19.30 Uhr
Podiumsdiskussion: DIE LINKE wählen – eine geeignete Alternative?
Ort: Altes Feuerwehrhaus Stuttgart

In Karlsruhe gibt es am 21. September auch einen Termin zur demokratischen Wahl.

13.07.09 | Karlsruhe | Diskussion zur Schule

Anlässlich des Bildungsstreiks in Karlsruhe lädt der Kapital-Lesekreis Karlsruhe zu folgender Veranstaltung ein:

Diskussion:
Wie passen massenhafte Unwissenheit und ein flächendeckendes Schulsystem zusammen?

Wann: 13. Juli, 19.00 Uhr
Wo: Karlsruhe, Planwirtschaft, Werderstr. 28
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In der Schule sollen Schüler Wissen erwerben und die Fähigkeiten zum Lernen entwickeln. Sie soll ein Ort der Bildung sein, an dem alles daran gesetzt wird, die Unterschiede im Wissen und der Lernfähigkeit, mit denen kleine Menschen in die Schule eintreten, zu überwinden.
Bemerkenswert ist dabei, dass am Ende der Schulzeit eine sehr starke Streuung an Wissen und Lernfähigkeit herauskommt, was dann aber an den Schülern und nicht an der Schule liegen soll.

Diesem vermeintlichen Widerspruch wollen wir in der Diskussion anhand folgender Schwerpunkte nachgehen:

1. Leistungslernen und Notenhierarchie sind keine Mittel um die Wissensunterschiede zu beseitigen. Mit ihnen stellt die Schule neue Unterschiede selbst her.
2. So bereitet die die Schule die Schüler aufs Leben vor – nämlich für die Konkurrenz in der Arbeitswelt.
3. Die Pädagogen sehen das ganz anders: Was aus den Schülern wird, liege an denen selbst.
4. Eine Kritik, die das Schulsystem am Ideal allgemeiner Bildung misst, übersieht ihren Zweck.

22.06.09 | Karlsruhe | Was von Marx zu lernen wäre

Der Kapital-Lesekreis Karlsruhe lädt ein zu Vortrag und Diskussion:

Was von Marx zu lernen wäre: Alles Nötige über Arbeit und Reichtum im Kapitalismus

Referent: Theo Wentzke, Gegenstandpunkt-Verlag

„Das Kapital“ hilft, die ökonomische Wirklichkeit heute zu erklären. Das will der Vortrag anhand von Zitaten aus dem ersten Kapitel „Die Ware“ demonstrieren. Angeboten werden ungewohnte Gedanken über Gebrauchswert und Tauschwert, konkrete und abstrakte Arbeit, Geld und Nutzen, Arbeit und Reichtum – paarweise Bestimmungen, die die härtesten Gegensätze enthalten.

Zeit: Montag, 22, Juni 2009, 19:30 Uhr
Ort: Planwirtschaft, Werderstr. 28, Karlsruhe
Veranstalter: Kapital Lesekreis Karlsruhe

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Den Flyer mit dem vollständigem Ankündigungstext zu dieser Veranstaltung kann man sich hier herunterladen.

27.01.09 | Karlsruhe | Einführung in Marx‘ Kritik der politischen Ökonomie

Der Kapital-Lesekreis in Karlsruhe lädt zu folgender Veranstaltung ein:

Vortrag mit Ingo Elbe: Einführung in Marx‘ Kritik der politischen Ökonomie

Das Werk von Karl Marx erlebt derzeit vordergründig eine Renaissance. Marx wird in populären Umfragen zum ‚wichtigsten Philosophen des Jahrtausends’ oder zum ‚drittbesten Deutschen’ gekürt. Theaterstücke und Filme mit Titeln wie ‚Das Kapital Band 1’ werden aufgeführt und kaum ein Feuilleton der großen Zeitungen kommt angesichts der weltweiten Krise ohne eine Erwähnung von Marx aus. Doch den wissenschaftlichen Gehalt der Marxschen Theorie erahnen die meisten Rezipienten nicht einmal. Sie halten sein Hauptwerk „Das Kapital“ für eine doch eher verstaubte Variante der klassischen politischen Ökonomie, vielleicht noch mit einer treffenden Prognose der ‚Globalisierung’ und einem Blick für ‚soziale Ungleichheiten’ ausgestattet.

Doch „Das Kapital“ führt den Untertitel „Kritik der politischen Ökonomie“. Damit ist nicht nur die Kritik einzelner ökonomischer Theorien des 19. Jahrhunderts gemeint, sondern eine radikale Infragestellung der Grundannahmen bürgerlicher Gesellschaftswissenschaften und Legitimationsideologien, wie sie noch heute den wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs prägen.

Der Vortrag soll in die Grundintentionen der Marxschen Ökonomiekritik einführen und diese zugleich von den verzerrten Deutungen des traditionellen Marxismus und Antimarxismus abheben.
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Wann: Dienstag, 27. Januar, 19.30 Uhr
Wo: Karlsruhe, Planwirtschaft, Werderstr. 28
Veranstalter: Kapital-Lesekreis

Weitere Infos zu dem Referenten gibt es unter:
http://www.rote-ruhr-uni.com/cms/

14.01.09 | Karlsruhe | Der Staat will die Banken retten – warum?

Die AG Soziale Kämpfe lädt Dr. Theo Wentzke vom GegenStandpunkt zu folgender Veranstaltung ein:

Der Staat will die Banken retten – warum?

Jetzt, wo das Finanzsystem zusammenkracht, manche Bank bankrott ist und sich Geldvermögen im Billionen-Dollar-Bereich in Luft auflösen, ist der Staat als Retter gefordert. Politiker und Meinungsmacher von rechts bis links finden das „neoliberale Dogma“ blamiert, demzufolge sich die Märkte selbst regulieren. Nur das „kraftvolle Handeln der politischen Macht“ könne die Katastrophe noch bremsen. Allerdings ist die Auffassung, der Staat habe sich bisher aus dem Finanzsektor herausgehalten, verkehrt, weil der Staat in diesem Sektor und seinem Treiben immer schon drinsteckt und ihn kontrolliert. Der Staat macht die ganze Gesellschaft von der Macht des Geldes abhängig und stattet so die Banken mit der Macht aus, mit der sie das ganze wirtschaftliche Leben zum Mittel ihrer Profite und ihres Wachstums machen dürfen. Der Staat rettet, wenn er das Finanzsystem rettet, sein Geschöpf und damit die „Marktwirtschaft“, also den Kapitalismus.

Rechte wie Linke reden von einer „größeren Rolle der Politik in der Wirtschaft“. Die Rechten im Ton der Warnung: Da drohe die Rückkehr des Sozialismus. Zu viel Staatseinfluss werde die Kräfte des Marktes schwächen. Linke Wortmeldungen begrüßen eine stärkere politische Kontrolle über die (Finanz )Wirtschaft als einen Schritt zum Sozialismus, den sie sich schon früher gewünscht hätten. Wissen beide Parteien überhaupt, wovon sie reden? Liegt denn nicht auf der Hand, wofür die „größere Rolle des Staates“ da zum Einsatz kommt? Für die Rettung des Finanzkapitals! Es geht um den Erhalt der Geldvermögen, ums Funktionieren der Banken und um die darauf gegründete Geldmacht Deutschlands, die im Gegensatz zur Geldmacht der anderen Nationen steht. Rettung des Finanzsystems, staatliche Eingriffe und Regulierung – das
alles tut die Regierung, damit es so weitergehen kann wie vor der Finanzkrise.

Es gibt eine Menge zu erklären an dem Wahnsinn, dem der Normalmensch als Zaungast beiwohnt, für den er als mitdenkender Staatsbürger in Anspruch genommen wird und wobei er als Lohnabhängiger für die Bewältigung der Wirtschaftskrise eingeplant ist:

Was hat der Staat von den Banken, dass er sie – koste, was es wolle – retten will? Was soll denn wieder funktionieren? Der Staat soll versagt haben bei der Kontrolle der Banken, ihnen viel zu viel Freiheit gelassen, jetzt kümmere er sich – endlich – wieder darum. Stimmt das? Was ist das Verhältnis von politischer Macht und privatem Finanzgeschäft?

Wann: Mittwoch, 14. Januar, 19 Uhr
Ort: Karlsruhe, Planwirtschaft, Werderstraße 28
Referent: Dr. Theo Wentzke (GegenStandpunkt)
Veranstalter: AG Soziale Kämpfe